Supermachine

Update: Juli 20, 2026 Lesezeit: 2 Min. | Autor: Johannes Deltl 

Supermachine: Viele KI-Bildmodelle in einer Plattform

SUPERMACHINE-Image-Generation-with-AI

Supermachine ist ein KI-Bildgenerator, mit dem du aus Textbeschreibungen eigene Bilder erstellen und vorhandene Bilder bearbeiten kannst. Seit meinem ersten Test hat sich die Plattform stark weiterentwickelt.


Supermachine ist inzwischen nicht mehr nur eine einfache Oberfläche für Stable Diffusion. Die Plattform bündelt mehr als 60 Bildmodelle mit Funktionen wie Image-to-Image, ControlNet, LoRA-Training, Face Swap, Upscaling, KI-Videos und einer API. Laut Anbieter nutzen mehr als 100.000 Kreative die Plattform und erzeugen damit rund eine Million Bilder pro Woche.


Der entscheidende Vorteil von Supermachine liegt damit weniger in einem einzelnen exklusiven KI-Modell. Stattdessen erhältst du Zugriff auf zahlreiche Modelle und Werkzeuge über eine gemeinsame Benutzeroberfläche.


Meine Einschätzung: Supermachine ist besonders für Nutzer interessant, die regelmäßig unterschiedliche Bildstile ausprobieren und mehr Kontrolle benötigen, als ein einfacher Text-zu-Bild-Generator bietet.

Was ist Supermachine?

Supermachine ist eine browserbasierte Plattform zur Erstellung und Bearbeitung von KI-Bildern. Du musst keine Software installieren und benötigst auch keine eigene leistungsstarke Grafikkarte.

Du beschreibst das gewünschte Bild in einem Prompt und wählst anschließend ein passendes KI-Modell aus. Die Plattform erstellt daraus mehrere Bildvarianten.

Je nach Modell kannst du beispielsweise folgende Inhalte erzeugen:

  • realistische Personen und Produktfotos
  • Illustrationen und digitale Kunst
  • Bilder für Blogs und Websites
  • Social-Media-Posts
  • YouTube-Thumbnails
  • Comic- und Anime-Motive
  • Hintergründe und Konzeptgrafiken
  • kurze KI-generierte Videos

Die Dokumentation empfiehlt für vielseitige Aufgaben unter anderem Supermachine Dream oder Modelle aus der Flux-Familie. Spezialisierte Modelle eignen sich dagegen für bestimmte Bildstile oder Motive.

Die wichtigsten Funktionen von Supermachine

1. Bilder aus Text erstellen

Die wichtigste Funktion ist weiterhin die klassische Text-zu-Bild-Generierung. Du beschreibst möglichst genau:

  • das Motiv
  • den gewünschten Stil
  • die Umgebung
  • die Beleuchtung
  • den Bildausschnitt
  • die Perspektive
  • das Seitenverhältnis

Supermachine übersetzt diese Angaben mithilfe des ausgewählten Modells in ein Bild.

Ein möglicher Prompt lautet beispielsweise:

Fotorealistisches Porträt einer Unternehmerin in einem modernen Berliner Büro, natürliche Beleuchtung, dezente Farben, professionelle Businessfotografie, unscharfer Hintergrund.

Die Ergebnisse unterscheiden sich teilweise deutlich zwischen den Modellen. Es lohnt sich daher, denselben Prompt mit zwei oder drei unterschiedlichen Modellen auszuprobieren.

2. Mehr als 60 KI-Modelle

Supermachine bietet laut eigener Produktdarstellung Zugriff auf mehr als 60 Modelle. Neben vielseitigen Modellen gibt es spezialisierte Angebote für Fotorealismus, Illustration, Anime, Charaktere und bestimmte Designstile.

Die frühere, sehr lange Liste einzelner Modelle ist heute wenig hilfreich. Das Angebot verändert sich laufend, und einige ältere Stable-Diffusion-Modelle werden durch leistungsfähigere Varianten ersetzt.

Wichtiger als die genaue Anzahl ist daher die Frage, welches Modell zu deinem Anwendungsfall passt.

3. Eigene Bilder als Vorlage verwenden

Mit Image-to-Image kannst du ein vorhandenes Bild hochladen und daraus eine neue Version erzeugen.

Du kannst beispielsweise:

  • ein Foto in eine Illustration verwandeln
  • den Hintergrund verändern
  • eine neue Stimmung erzeugen
  • Farben und Bildstil anpassen
  • eine bestehende Bildkomposition übernehmen
  • Variationen eines Motivs erstellen

Dabei solltest du die Stärke der Veränderung sorgfältig einstellen. Bei niedrigen Werten bleibt das Ergebnis näher am Original. Höhere Werte geben dem KI-Modell mehr kreative Freiheit.

4. ControlNet und Referenzbilder

ControlNet ermöglicht eine genauere Steuerung der Bildkomposition. Die KI kann sich beispielsweise an der Pose einer Person, an Konturen, Tiefeninformationen oder am Aufbau eines Referenzbildes orientieren.

Das ist hilfreich, wenn du nicht nur ein beliebiges Bild erzeugen willst, sondern bereits eine konkrete Vorstellung von Positionen und Bildaufbau hast.

5. Eigene Charaktere mit LoRA

Mit LoRA-Modellen lassen sich bestimmte Personen, Charaktere oder visuelle Stile trainieren.

Dadurch kannst du mehrere Bilder erzeugen, in denen eine Figur möglichst konsistent dargestellt wird. Das ist beispielsweise für folgende Anwendungen interessant:

  • virtuelle Influencer
  • wiederkehrende Comicfiguren
  • Produktdarstellungen
  • Markencharaktere
  • Illustrationen für Bücher
  • Bildserien für Social Media

Die Ergebnisse hängen allerdings stark von der Qualität und Einheitlichkeit der hochgeladenen Trainingsbilder ab.

6. Face Swap und Bildverbesserung

Supermachine bietet Funktionen zum Austausch von Gesichtern sowie zum Vergrößern und Verbessern vorhandener Bilder.

Ein Upscaler kann die Auflösung erhöhen und Details nachschärfen. Das ist besonders hilfreich, wenn ein Bild auf einer Website, in einer Präsentation oder in einem größeren Format eingesetzt werden soll.

7. KI-Videos erstellen

Supermachine bietet inzwischen neben Bildern auch KI-generierte Videos an. Abhängig vom gewählten Modell kannst du Videos aus einem Textprompt oder einem Ausgangsbild erzeugen.

Beachte dabei, dass Videos nach Angaben des Anbieters nur vorübergehend gespeichert werden. Du solltest fertige Videos deshalb zeitnah herunterladen. In der Dokumentation wird eine Speicherdauer von 24 Stunden genannt.

8. API für automatisierte Bilderstellung

Über die Supermachine-API können Entwickler die Bild- und Videogenerierung in eigene Anwendungen oder automatisierte Workflows integrieren.

Die API unterstützt unter anderem verschiedene Modelle, LoRAs und ControlNet-Funktionen.

Das kann interessant sein, wenn du automatisiert:

  • Artikelbilder erzeugen
  • Produktvisualisierungen erstellen
  • personalisierte Social-Media-Grafiken generieren
  • Bilder in eine eigene Software integrieren
  • große Mengen ähnlicher Motive produzieren

möchtest.

Supermachine verwenden: So gehst du vor

Schritt 1: Konto erstellen

Registriere dich bei Supermachine und öffne die Oberfläche zur Bildgenerierung.

Schritt 2: Modell auswählen

Wähle ein Modell, das zu deinem Motiv passt. Für den Einstieg eignen sich vielseitige Modelle wie Supermachine Dream oder Flux.

Schritt 3: Prompt eingeben

Beschreibe das gewünschte Bild möglichst konkret. Statt nur „Mann im Büro“ einzugeben, solltest du Motiv, Umgebung, Stil, Licht und Perspektive ergänzen.

Schritt 4: Bildformat festlegen

Wähle das passende Seitenverhältnis:

  • 16:9 für YouTube und Präsentationen
  • 1:1 für viele Social-Media-Posts
  • 4:5 für Instagram
  • Hochformat für Pinterest oder Story-Formate
  • Querformat für Websites und Blogartikel

Schritt 5: Bild erzeugen

Starte die Generierung und vergleiche die Ergebnisse. Häufig ist es sinnvoll, zunächst mehrere Varianten mit einem einfachen Prompt zu erstellen.

Schritt 6: Ergebnis verfeinern

Passe den Prompt an oder verwende Funktionen wie Image-to-Image, ControlNet, Face Swap oder Upscaling.

Schritt 7: Bild herunterladen

Lade das fertige Bild in der benötigten Auflösung herunter.

Bearbeitungsmaske Editor Supermachine mit Beispiel

Nach Auswahl des Modells Supermachine Comic, eines eigenen Bildes und der Beschreibung des Prompts wird ein neues Bild generiert. - Auf Bild klicken um es zu vergrößern -

Eine Minute gewartet und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bemerkenswert ist, dass die gleiche Bildkomposition wie beim hochgeladenen Bild verwendet wurde.

Ergebnisbild im Comic Stil aus Supermachine

Vorteile von Supermachine AI

  • Große Modellauswahl: Du kannst zahlreiche Bildstile und Modelltypen über eine gemeinsame Plattform ausprobieren.
  • Erweiterte Steuerungsmöglichkeiten: ControlNet, Referenzbilder, LoRAs und Image-to-Image ermöglichen mehr Kontrolle als ein einfacher Prompt-Generator.
  • Bilder und Videos in einem Tool: Die Plattform deckt inzwischen nicht nur statische Bilder, sondern auch kurze KI-Videos ab.
  • Keine Installation notwendig: Supermachine läuft im Browser. Du benötigst keine eigene GPU und musst keine Modelle lokal installieren.

Nachteile von Supermachine AI

  • Unübersichtliches Preismodell: Credits, Gems, Abonnements und Lifetime Deal sind nicht auf allen offiziellen Seiten einheitlich dargestellt.
  • Unterschiedliche Qualität der Modelle: Eine große Modellauswahl bedeutet nicht automatisch, dass jedes Modell hervorragende Ergebnisse liefert. Teilweise musst du mehrere Modelle testen, bevor du ein passendes Ergebnis erhältst.
  • Einarbeitungszeit: Für Einsteiger können Modellwahl, LoRAs, ControlNet und weitere Einstellungen zunächst kompliziert wirken.
  • Keine Garantie auf Exklusivität: KI-Generatoren können ähnliche Bilder für andere Nutzer erzeugen. Für geschützte Markenmotive und exklusive Kampagnen solltest du die Ergebnisse daher besonders sorgfältig prüfen.
  • Nutzungsrechte hängen vom Modell ab: Nicht jedes integrierte Modell ist automatisch für alle kommerziellen Zwecke freigegeben. Die Supermachine-Dokumentation weist beispielsweise darauf hin, dass reine Forschungsmodelle nicht kommerziell genutzt werden dürfen. Prüfe deshalb die Lizenz des konkret verwendeten Modells.

Für wen eignet sich Supermachine?

Supermachine eignet sich besonders für:

  • Blogger und Websitebetreiber
  • Social-Media-Manager
  • Content-Creator
  • Online-Marketer
  • kleine Agenturen
  • Illustratoren und Designer
  • Selfpublisher
  • Entwickler, die Bilder per API erzeugen möchten
  • Nutzer, die verschiedene Modelle vergleichen wollen

Weniger geeignet ist die Plattform, wenn du nur gelegentlich ein einzelnes Bild benötigst und bereits über ChatGPT oder ein anderes KI-Tool Bilder erstellen kannst.

Kosten: Das sind die Preise von Supermachine.art

Die Preisstruktur von Supermachine ist derzeit etwas unübersichtlich.

Bezahltes Testpaket

Auf der aktuellen Startseite bewirbt Supermachine ein Testpaket für 5 US-Dollar. Dieses enthält 100 Credits und 500 Gems. 


Monatliche Tarife

Gleichzeitig nennt die offizielle Abrechnungsdokumentation weiterhin zwei Abonnements:

Tarif
Monatliche Kosten
Enthaltene Credits
Apprentice
19 US-Dollar
1.000 Credits pro Monat
Master
49 US-Dollar
4.000 Credits pro Monat


Bei jährlicher Zahlung werden dort 190 beziehungsweise 490 US-Dollar genannt.

Credits und Gems

Supermachine unterscheidet zwischen Credits und Gems.

Credits werden überwiegend für die reguläre Bildgenerierung verwendet. Gems benötigst du für Premium-Modelle und rechenintensivere Funktionen wie die Videogenerierung.



Supermachine im Vergleich zu Alternativen

Tool Besonders geeignet für
Supermachine Große Modellauswahl und erweiterte Steuerungsmöglichkeiten
ChatGPT-Bildgenerator Einfache Bedienung und dialogbasierte Bildbearbeitung
Midjourney Künstlerische und visuell besonders eindrucksvolle Bilder
Leonardo AI Umfangreiche kreative Workflows und Bildbearbeitung
Recraft Grafiken, Design-Elemente und Bilder mit Text
Freepik AI Kombination aus KI-Generierung und Stockmedien

Supermachine ist vor allem dann interessant, wenn du dich nicht auf einen einzelnen Modellanbieter festlegen möchtest.

Benötigst du dagegen nur eine unkomplizierte Möglichkeit, Bilder durch natürlich formulierte Anweisungen zu erstellen und anschließend im Dialog zu verändern, ist der Bildgenerator in ChatGPT häufig einfacher.

Häufige Fragen zu Supermachine

Kann ich Supermachine kostenlos nutzen?

Ein dauerhaft kostenloser Tarif wird derzeit nicht prominent angeboten. Supermachine bewirbt stattdessen ein kostenpflichtiges Testpaket für 5 US-Dollar.

Wie viele Modelle bietet Supermachine?

Der Anbieter spricht aktuell von mehr als 60 verfügbaren Bildmodellen. Die genaue Auswahl kann sich laufend verändern.

Kann Supermachine auch Videos erstellen?

Ja. Supermachine unterstützt inzwischen Text-zu-Video- und Bild-zu-Video-Funktionen. Dafür werden in der Regel Gems benötigt.

Darf ich Supermachine-Bilder kommerziell nutzen?

Das hängt vom verwendeten Modell und dessen Lizenz ab. Insbesondere bei Premium-, Community- oder Forschungsmodellen solltest du die jeweiligen Nutzungsbedingungen prüfen.

Lohnt sich der Lifetime Deal?

Der Lifetime Deal kann sich bei regelmäßiger Nutzung rechnen. Entscheidend ist, wie viele monatliche Credits enthalten sind und welche Premium-Funktionen zusätzliche Gems benötigen.

Ist Supermachine besser als Midjourney?

Das hängt von deinem Ziel ab. Midjourney konzentriert sich stark auf die Qualität eines eigenen Bildsystems. Supermachine bietet dagegen Zugriff auf zahlreiche unterschiedliche Modelle und mehr technische Auswahlmöglichkeiten.

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Autor

Johannes Deltl faszinieren die Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz. Er ist Geschäftsführer der Beratungsfirma ACRASIO und mehrfacher Buchautor. Kontaktiere ihn hier.

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