Skool

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Update: Juli 23, 2026 Lesezeit: 2 Min. | Autor: Johannes Deltl 

Skool Erfahrungen 2026: Community, Online-Kurse und Gamification auf einer Plattform

Skool Community-Plattform für Online-Kurse und Mitgliederbereiche

Skool ist eine Plattform, mit der du eine eigene Online-Community aufbauen, Kurse bereitstellen, Veranstaltungen organisieren und kostenpflichtige Mitgliedschaften verkaufen kannst.

Im Unterschied zu klassischen Kursplattformen steht bei Skool nicht nur der eigentliche Videokurs im Mittelpunkt. Die Mitglieder sollen sich regelmäßig austauschen, Fragen stellen, Inhalte kommentieren und gemeinsam Fortschritte erzielen.

Dafür verbindet Skool mehrere Funktionen in einer bewusst einfach gehaltenen Oberfläche:

  • Community-Feed
  • Online-Kurse
  • Mitgliederverwaltung
  • Kalender und Live-Veranstaltungen
  • Gamification mit Punkten und Levels
  • wiederkehrende Mitgliedschaften
  • Einmalzahlungen für Kurse
  • Affiliate-Programme

Skool eignet sich besonders für Coaches, Trainer, Berater, Content Creator und Unternehmen, die nicht nur einen Online-Kurs verkaufen, sondern eine aktive Community rund um ein Thema aufbauen möchten.

Mein Kurzfazit: Skool gehört zu den einfachsten Lösungen, um eine Community mit Kursen und bezahlten Mitgliedschaften zu verbinden. Besonders überzeugend sind die übersichtliche Bedienung und die integrierte Gamification. Weniger geeignet ist die Plattform, wenn du eine vollständig individuell gestaltete Website, umfangreiche E-Mail-Automatisierungen oder komplexe Verkaufsseiten benötigst.

Was ist Skool?

Skool ist eine Community- und Kursplattform. Als Betreiber kannst du eine eigene Gruppe erstellen und darin Diskussionen, Lerninhalte, Veranstaltungen und kostenpflichtige Angebote bereitstellen.

Jede Skool-Community besitzt mehrere zentrale Bereiche:

  • Community: Beiträge, Fragen und Diskussionen
  • Classroom: Kurse, Anleitungen und Ressourcen
  • Calendar: Termine, Live-Calls und Veranstaltungen
  • Members: Mitglieder und Profile
  • Leaderboards: Ranglisten, Punkte und Levels
  • About: öffentliche Beschreibung und Verkaufsseite

Die Plattform versucht damit, mehrere häufig getrennt eingesetzte Anwendungen zusammenzuführen. Statt beispielsweise Facebook-Gruppen, Zoom, eine Kursplattform und ein separates Bezahlsystem miteinander zu verbinden, kannst du einen Großteil des Angebots direkt über Skool abwickeln.

Die Oberfläche ist allerdings wesentlich reduzierter als bei umfassenden Marketingplattformen wie Kajabi oder Podia. Skool konzentriert sich vor allem auf die Interaktion zwischen Mitgliedern und weniger auf aufwendige Landingpages, Newsletter oder Verkaufstrichter.

Die wichtigsten Funktionen von Skool

1. Community-Feed

Das Zentrum jeder Skool-Gruppe ist der Community-Feed. Er funktioniert ähnlich wie eine private Facebook-Gruppe oder ein einfaches Forum.

Mitglieder können:

  • eigene Beiträge veröffentlichen
  • Fragen stellen
  • Beiträge kommentieren
  • auf Kommentare antworten
  • Beiträge mit „Gefällt mir“ markieren
  • anderen Mitgliedern folgen
  • Benachrichtigungen aktivieren
  • Inhalte nach Kategorien filtern

Als Administrator kannst du Kategorien festlegen, Beiträge anheften, Gruppenregeln definieren und Moderatoren einsetzen.

Der Feed ist bewusst einfach aufgebaut. Das erleichtert neuen Mitgliedern den Einstieg und verhindert, dass sich Diskussionen auf zu viele Unterbereiche verteilen.

Bei sehr großen oder komplexen Communities kann diese Einfachheit allerdings auch zum Nachteil werden. Plattformen wie Circle bieten mehr Möglichkeiten, unterschiedliche Themenbereiche, Mitgliedergruppen und sogenannte Spaces voneinander zu trennen.

2. Online-Kurse im Classroom

Im Bereich „Classroom“ kannst du Kurse, Anleitungen, Vorlagen und andere Lerninhalte bereitstellen.

Ein Kurs kann aus mehreren Seiten und Lektionen bestehen. Innerhalb der Lektionen lassen sich unter anderem folgende Inhalte verwenden:

  • Texte
  • Videos
  • Links
  • Dokumente
  • Anleitungen
  • Vorlagen
  • zusätzliche Ressourcen

Videos können direkt eingebunden oder über Plattformen wie YouTube, Vimeo, Wistia und Loom integriert werden.

Für jeden Kurs kannst du unterschiedliche Zugangsregeln festlegen. Ein Kurs kann beispielsweise:

  • für alle Mitglieder verfügbar sein
  • nur bestimmten Mitgliedern zugänglich sein
  • nach einer bestimmten Anzahl von Tagen freigeschaltet werden
  • beim Erreichen eines Levels freigeschaltet werden
  • einem bestimmten Mitgliedstarif zugeordnet werden
  • als einzelner Kurs verkauft werden

Skool bietet außerdem die Möglichkeit, Kurse innerhalb einer Community zu duplizieren oder über einen Schlüssel in eine andere Skool-Gruppe zu übertragen.

3. Punkte, Levels und Gamification

Eine der bekanntesten Funktionen von Skool ist das integrierte Gamification-System.

Mitglieder sammeln Punkte, wenn andere Nutzer ihre Beiträge oder Kommentare mit „Gefällt mir“ markieren. Ein Like entspricht einem Punkt. Mit zunehmender Punktezahl steigen die Mitglieder in höhere Levels auf.

Skool verwendet insgesamt neun Levels. Der Einstieg erfolgt bei Level 1. Für die höheren Levels werden zunehmend mehr Punkte benötigt.

Als Betreiber kannst du die Levels umbenennen und mit Belohnungen verbinden. Denkbar sind beispielsweise:

  • zusätzliche Kurse
  • exklusive Vorlagen
  • Bonusvideos
  • Gruppen-Calls
  • Rabatte
  • persönliche Beratung
  • Zugang zu Premium-Bereichen

Ein Kurs kann beispielsweise erst ab Level 3 freigeschaltet werden. Mitglieder müssen sich dann zunächst sinnvoll an der Community beteiligen, bevor sie auf den zusätzlichen Inhalt zugreifen können.

Die Gamification ist vor allem für Communities interessant, deren Erfolg von regelmäßiger Beteiligung und gegenseitigem Austausch abhängt.

Sie hat allerdings auch eine Schwäche: Punkte werden durch Likes vergeben. Dadurch wird nicht automatisch sichergestellt, dass die beliebtesten Beiträge auch die fachlich wertvollsten Inhalte darstellen.

4. Kalender, Live-Calls und Webinare

Im Kalender kannst du einmalige oder wiederkehrende Termine anlegen.

Mögliche Veranstaltungen sind beispielsweise:

  • Gruppen-Calls
  • Coachings
  • Fragestunden
  • Workshops
  • Webinare
  • Online-Seminare
  • persönliche Treffen
  • regelmäßige Community-Termine

Skool verfügt mit „Skool Call“ über eine eigene Funktion für Live-Gespräche. Alternativ kannst du Zoom, Google Meet oder einen Veranstaltungsort hinterlegen. Wiederkehrende Termine lassen sich täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich planen.

Im Pro-Tarif kannst du außerdem klassische Webinare durchführen. Dabei spricht normalerweise eine Person oder ein kleines Präsentationsteam zu einer größeren Anzahl von Zuschauern.

Der Zugang zu Veranstaltungen kann eingeschränkt werden. Du kannst Termine beispielsweise nur für Mitglieder eines bestimmten Levels, Tarifs oder Kurses freigeben.

5. Kostenlose und kostenpflichtige Communities

Du kannst Skool für unterschiedliche Geschäftsmodelle verwenden.

Aktuell unterstützt die Plattform unter anderem:

  • vollständig kostenlose Gruppen
  • monatliche Mitgliedschaften
  • jährliche Mitgliedschaften
  • Freemium-Communities
  • mehrere kostenpflichtige Mitgliedsstufen
  • einmalige Zahlungen
  • einzelne kostenpflichtige Kurse

Bei einem Freemium-Modell können Mitglieder kostenlos beitreten und später innerhalb der Community auf einen kostenpflichtigen Tarif wechseln.

Mit den sogenannten Tiers kannst du mehrere bezahlte Stufen anbieten, beispielsweise:

  • Standard
  • Premium
  • VIP

Für jede Stufe kannst du andere Vorteile, Kurse oder Veranstaltungen freischalten. Skool unterstützt außerdem Einmalzahlungen, etwa für einen zeitlich begrenzten Workshop, einen einzelnen Kurs oder einen lebenslangen Zugang.

Diese Möglichkeiten sind eine wichtige Weiterentwicklung. Ältere Skool-Erfahrungsberichte beschreiben häufig noch eine Plattform, auf der pro Community nur ein einziges Preismodell angeboten werden konnte. Das entspricht nicht mehr dem aktuellen Funktionsumfang.

6. Mitgliederverwaltung

Im Mitgliederbereich siehst du, wer deiner Community beigetreten ist und wie aktiv die einzelnen Mitglieder sind.

Skool unterscheidet unter anderem zwischen:

  • Eigentümern
  • Abrechnungsverantwortlichen
  • Administratoren
  • Moderatoren
  • normalen Mitgliedern

Moderatoren können beispielsweise Mitgliedsanfragen bearbeiten, gemeldete Beiträge prüfen und Kommentare löschen. Administratoren erhalten darüber hinaus Zugriff auf die meisten Einstellungen der Gruppe.

Über Mitgliedsprofile können Nutzer außerdem sehen, in welchen Communities eine Person aktiv ist, welche Beiträge sie veröffentlicht hat und welches Level sie erreicht hat.

7. Skool Discovery

Öffentliche Skool-Gruppen können über den Discovery-Bereich gefunden werden.

Dabei handelt es sich um eine Art Verzeichnis beziehungsweise Marktplatz für Communities. Nutzer können nach Themen suchen und sich kostenlose oder kostenpflichtige Gruppen ansehen.

Damit eine neue Gruppe in Discovery aufgenommen wird, muss sie zunächst bestimmte Mindestanforderungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem ein Titelbild, eine Beschreibung, eine ausgefüllte About-Seite, mindestens ein Beitrag und erste eingeladene Mitglieder. Anschließend wird die Gruppe geprüft.

Discovery kann dir zusätzliche Reichweite bringen. Du solltest dich allerdings nicht ausschließlich darauf verlassen. Wie bei einem Online-Kurs oder Newsletter benötigst du normalerweise eigene Kanäle, über die du Interessenten erreichst.

Das können beispielsweise sein:

  • eine Website
  • ein Blog
  • YouTube
  • LinkedIn
  • Instagram
  • ein Newsletter
  • bestehende Kunden
  • Webinare und Veranstaltungen

8. Integrationen und Automatisierungen

Skool ist keine klassische Automatisierungsplattform. Im Pro-Tarif stehen jedoch verschiedene Plugins und Integrationen zur Verfügung.

Dazu gehören unter anderem:

  • Zapier
  • Webhooks
  • automatische Direktnachrichten
  • Onboarding-Videos
  • Google-Ads-Tracking
  • automatische Freigabe neuer Mitglieder
  • externe Links
  • Hyros-Tracking

Über Zapier kannst du Mitgliederdaten beispielsweise an ein CRM, eine E-Mail-Marketingplattform oder eine Tabellenanwendung übertragen. Zapier und Webhooks sind allerdings nur im Pro-Tarif verfügbar.

Für einfache Community- und Kursangebote reichen die integrierten Funktionen häufig aus. Für komplexere Verkaufsprozesse wirst du Skool jedoch meist mit weiteren Tools verbinden müssen.

Skool einrichten: So funktioniert es

1. Community erstellen

Nach der Registrierung legst du eine neue Gruppe an und vergibst einen Namen.

Anschließend wählst du aus, ob deine Community öffentlich oder privat sein soll.

2. Beschreibung und Titelbild ergänzen

Über die About-Seite erklärst du:

  • für wen die Community gedacht ist
  • welches Problem sie löst
  • welche Inhalte enthalten sind
  • welche Ergebnisse Mitglieder erwarten können
  • wie viel die Teilnahme kostet

Die About-Seite übernimmt damit teilweise die Funktion einer einfachen Landingpage.

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Öffentliche About-Seite einer Skool-Community

3. Kategorien und Regeln festlegen

Im Community-Bereich legst du Kategorien für unterschiedliche Arten von Beiträgen an.

Sinnvolle Kategorien können beispielsweise sein:

  • Ankündigungen
  • Fragen und Antworten
  • Erfolge
  • Vorstellungsrunde
  • Feedback
  • Ressourcen
  • Veranstaltungen

Zusätzlich solltest du einige verständliche Gruppenregeln definieren.

4. Kurse erstellen

Im Classroom legst du einen neuen Kurs an. Anschließend ergänzt du Module, Lektionen, Texte, Videos und Downloads.

Du entscheidest für jeden Kurs, wer darauf zugreifen darf.

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Kursübersicht im Skool Classroom

5. Veranstaltungen eintragen

Im Kalender kannst du regelmäßige Termine für Coachings, Fragestunden oder Gruppenveranstaltungen hinzufügen.

Gerade in bezahlten Communities sind wiederkehrende Live-Termine häufig ein wichtiger Grund, warum Mitglieder ihr Abonnement langfristig behalten.

6. Preismodell festlegen

Danach entscheidest du, wie du die Community monetarisieren möchtest.

Mögliche Modelle sind:

  • kostenloser Zugang
  • monatliches Abonnement
  • Jahresabonnement
  • kostenloser und kostenpflichtiger Tarif
  • mehrere kostenpflichtige Tarife
  • einmaliger Kaufpreis

7. Erste Mitglieder einladen

Bevor du eine Community öffentlich bewirbst, solltest du erste Mitglieder direkt einladen.

Eine vollständig leere Community wirkt wenig attraktiv. Idealerweise sind bereits einige Beiträge, Diskussionen, Termine und Kursinhalte vorhanden, bevor du mit der eigentlichen Vermarktung beginnst.

Skool Preise 2026

Skool bietet aktuell zwei Tarife für Betreiber einer Community an: Hobby und Pro.

Beide Tarife enthalten unbegrenzt viele Mitglieder, Kurse, Videos und Live-Calls. Der wichtigste Unterschied liegt in den Transaktionsgebühren und den erweiterten Funktionen des Pro-Tarifs.

Tarif Monatlicher Preis Effektiv bei Jahreszahlung Mitglieder Kurse und Videos Transaktionsgebühr
Hobby 9 US-Dollar 7,50 US-Dollar pro Monat Unbegrenzt Unbegrenzt 10 % plus 0,30 US-Dollar
Pro 99 US-Dollar 82,50 US-Dollar pro Monat Unbegrenzt Unbegrenzt ab 2,9 % plus 0,30 US-Dollar

Bei jährlicher Zahlung gewährt Skool derzeit zwei Monate kostenlos. Damit kostet der Hobby-Tarif 90 US-Dollar und der Pro-Tarif 990 US-Dollar pro Jahr. Skool bietet für beide Tarife eine kostenlose Testphase von 14 Tagen.

Hobby-Tarif

Der Hobby-Tarif kostet 9 US-Dollar pro Monat.

Enthalten sind unter anderem:

  • unbegrenzt viele Mitglieder
  • unbegrenzt viele Kurse
  • unbegrenzt viele Videos
  • unbegrenzt viele Live-Calls
  • eigene Skool-URL
  • Affiliate-Funktionen
  • Community und Gamification

Für kostenpflichtige Transaktionen berechnet Skool im Hobby-Tarif 10 Prozent plus 0,30 US-Dollar pro Zahlung.

Der Tarif eignet sich vor allem, wenn du:

  • Skool zunächst testen möchtest
  • eine kostenlose Community betreibst
  • erst wenige zahlende Mitglieder hast
  • noch keine größeren Umsätze erzielst
  • keine erweiterten Integrationen benötigst

Pro-Tarif

Der Pro-Tarif kostet 99 US-Dollar pro Monat.

Zusätzlich zu den grundlegenden Community- und Kursfunktionen erhältst du unter anderem Zugang zu erweiterten Plugins, Zapier, Webhooks, Webinaren und zusätzlichen Automatisierungen.

Bei Zahlungen bis 899 US-Dollar berechnet Skool 2,9 Prozent plus 0,30 US-Dollar. Bei Zahlungen ab 900 US-Dollar steigt die Gebühr auf 3,9 Prozent plus 0,30 US-Dollar.

Der Pro-Tarif ist vor allem sinnvoll, wenn du:

  • eine größere kostenpflichtige Community betreibst
  • regelmäßig Mitgliedsbeiträge einnimmst
  • Skool mit anderen Anwendungen verbinden möchtest
  • Webinare veranstalten möchtest
  • Automatisierungen benötigst
  • die hohen Transaktionsgebühren des Hobby-Tarifs vermeiden willst

Ab wann lohnt sich Skool Pro?

Der Pro-Tarif kostet monatlich 90 US-Dollar mehr als Hobby. Gleichzeitig sinkt die prozentuale Transaktionsgebühr bei normalen Mitgliedszahlungen von 10 auf 2,9 Prozent.

Bei monatlicher Zahlung und Transaktionen unter 900 US-Dollar liegt der rechnerische Wechselpunkt bei ungefähr 1.268 US-Dollar Community-Umsatz pro Monat.

Ab diesem Umsatz können die eingesparten Transaktionsgebühren den höheren monatlichen Preis des Pro-Tarifs ausgleichen.

Die tatsächliche Grenze hängt allerdings unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Höhe der einzelnen Zahlungen
  • monatliche oder jährliche Abrechnung
  • Anteil kostenloser Mitglieder
  • Nutzung der Pro-Funktionen
  • Rückerstattungen und Zahlungsstreitigkeiten

Zahlungen, Umsatzsteuer und Auszahlungen

Alle Mitgliedspreise werden auf Skool in US-Dollar festgelegt. Die Auszahlung an Betreiber erfolgt in der jeweiligen lokalen Währung.

Skool tritt bei den über die Plattform abgewickelten Zahlungen als „Merchant of Record“ auf. Nach Angaben des Anbieters berechnet Skool die erforderliche EU-Umsatzsteuer zusätzlich zum festgelegten Preis und übernimmt deren Abführung. Auszahlungen erfolgen grundsätzlich wöchentlich über eine Stripe-Express-Verbindung.

Für deutsche und österreichische Betreiber ist das grundsätzlich praktisch. Die konkrete steuerliche und buchhalterische Behandlung deiner Einnahmen solltest du dennoch mit deinem Steuerberater abstimmen.

Für wen ist Skool geeignet?

Skool eignet sich besonders für Angebote, bei denen die Mitglieder nicht nur Inhalte konsumieren, sondern regelmäßig miteinander und mit dem Anbieter interagieren sollen.

Coaches und Berater

Coaches können auf Skool Programme mit Videos, Gruppen-Calls, Aufgaben und gegenseitigem Austausch anbieten.

Mögliche Themen sind beispielsweise:

  • Business Coaching
  • Karriereberatung
  • Fitness
  • Ernährung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Marketing
  • Vertrieb
  • Führung
  • künstliche Intelligenz

Online-Kurs-Anbieter

Wenn du bereits einen Online-Kurs betreibst, kannst du Skool nutzen, um den Kurs durch eine Community zu ergänzen.

Mitglieder können Fragen stellen, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen. Dadurch kann aus einem einmaligen Videokurs ein längerfristiges Mitgliedschaftsmodell entstehen.

Content Creator

YouTuber, Podcaster, Blogger und Social-Media-Creator können besonders engagierte Teile ihrer Zielgruppe in einer kostenlosen oder bezahlten Community zusammenbringen.

Agenturen und Dienstleister

Agenturen können Skool für Kundenprogramme, Schulungen und Gruppenberatungen einsetzen.

Denkbar sind beispielsweise:

  • Onboarding-Programme
  • Marketing-Schulungen
  • Experten-Communities
  • Kundenakademien
  • Gruppencoachings
  • regelmäßige Sprechstunden

Unternehmen

Auch Unternehmen können Skool grundsätzlich für interne oder externe Communities nutzen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Partnerprogramme
  • Produktschulungen
  • Kunden-Communitys
  • Weiterbildungsangebote
  • Expertennetzwerke

Für größere Unternehmen können allerdings Anforderungen an Datenschutz, Benutzerverwaltung, Markenanpassung, Schnittstellen und IT-Sicherheit relevant werden, die vor einer Einführung genauer geprüft werden sollten.

Vorteile von Skool

Einfache Bedienung

Skool ist wesentlich übersichtlicher als viele umfangreiche Kurs- und Marketingplattformen.

Mitglieder finden die wichtigsten Funktionen schnell und müssen sich nicht durch zahlreiche Menüs bewegen.

Community und Kurse in einer Anwendung

Diskussionen, Kurse, Termine und Mitgliederprofile befinden sich auf einer Plattform.

Dadurch musst du weniger unterschiedliche Anwendungen miteinander verbinden.

Unbegrenzte Mitglieder

Skool berechnet den Plattformpreis nicht anhand der Anzahl deiner Mitglieder. Auch in den günstigsten Tarifen sind unbegrenzt viele Mitglieder möglich.

Integrierte Gamification

Punkte, Levels und Ranglisten können dazu beitragen, dass Mitglieder häufiger Beiträge veröffentlichen und miteinander interagieren.

Verschiedene Preismodelle

Du kannst kostenlose Gruppen, Abonnements, Freemium-Angebote, mehrere Mitgliedsstufen und Einmalzahlungen einsetzen.

Eigene Zahlungsabwicklung

Skool übernimmt einen großen Teil der technischen Zahlungsabwicklung und nach eigenen Angaben auch die Erhebung und Abführung der EU-Umsatzsteuer.

Nachteile von Skool

Begrenzte Gestaltungsmöglichkeiten

Skool-Communities sehen grundsätzlich ähnlich aus. Du kannst Bilder, Beschreibungen und einige Inhalte anpassen, aber keine vollständig individuelle Benutzeroberfläche erstellen.

Für eine Community kann die einheitliche Gestaltung ausreichend sein. Für Marken mit strengen Designrichtlinien ist sie möglicherweise zu eingeschränkt.

Keine vollständige Website-Plattform

Skool ersetzt keine umfangreiche Unternehmenswebsite.

Es fehlen klassische Funktionen wie:

  • komplexe Landingpages
  • umfangreicher Blog
  • individuelle Navigation
  • detaillierte Suchmaschinenoptimierung
  • freie Seitengestaltung
  • vollständiges Content-Management-System

Du wirst deshalb häufig weiterhin eine eigene Website benötigen.

Eingeschränktes E-Mail-Marketing

Skool versendet Benachrichtigungen und Community-Mitteilungen, ersetzt aber keine spezialisierte Newsletter-Plattform.

Für umfangreiche E-Mail-Sequenzen, Segmentierungen und Marketing-Automatisierungen benötigst du zusätzliche Tools.

Hohe Gebühr im Hobby-Tarif

Die monatlichen Kosten von 9 US-Dollar wirken zunächst sehr günstig. Bei kostenpflichtigen Angeboten können 10 Prozent Transaktionsgebühr jedoch schnell teuer werden.

Abhängigkeit von einer externen Plattform

Deine Community, Kurse und Mitgliederaktivitäten befinden sich innerhalb des Skool-Systems.

Ändert Skool Preise, Funktionen oder Regeln, kann sich das unmittelbar auf dein Angebot auswirken. Wichtige Inhalte und Mitgliederdaten solltest du daher regelmäßig sichern oder zusätzlich in anderen Systemen verwalten.

Preise ausschließlich in US-Dollar

Mitgliedschaften werden auf Skool in US-Dollar angeboten. Für eine deutschsprachige Zielgruppe wäre eine Darstellung und Abrechnung direkt in Euro teilweise verständlicher.

Skool und Datenschutz

Skool ist ein US-amerikanischer Anbieter. Wenn du die Plattform geschäftlich in Deutschland oder Österreich einsetzt, solltest du vorab prüfen, ob die verfügbaren Datenschutzdokumente, Verträge und Einstellungen zu deinem konkreten Anwendungsfall passen.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen:

  • Verarbeitung personenbezogener Mitgliederdaten
  • Übermittlung von Daten in die USA
  • Auftragsverarbeitungsvertrag
  • Datenschutzerklärung deiner Community
  • eingesetzte Video- und Trackingdienste
  • Zapier und weitere Integrationen
  • Einwilligung in Marketingkommunikation
  • Löschung und Export von Daten

Vor allem bei sensiblen Daten, internen Unternehmensinformationen oder größeren B2B-Communities empfiehlt sich eine rechtliche und technische Prüfung.

Skool Alternativen

Skool vs. Circle

Circle ist ebenfalls eine Plattform für Communities, Kurse und Veranstaltungen.

Circle bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, eine Community in verschiedene Spaces und Themenbereiche zu unterteilen. Außerdem sind Branding, E-Mail-Funktionen und die Strukturierung großer Communities umfangreicher.

Die Preise beginnen aktuell bei 89 US-Dollar pro Monat für den Professional-Tarif. Circle berechnet in diesem Tarif zusätzlich zwei Prozent Transaktionsgebühr.

Skool ist besser geeignet, wenn du:

  • eine besonders einfache Plattform suchst
  • Gamification wichtig findest
  • eine eher klar fokussierte Community betreibst
  • schnell starten möchtest

Circle ist besser geeignet, wenn du:

  • viele unterschiedliche Community-Bereiche benötigst
  • mehr Kontrolle über Struktur und Gestaltung möchtest
  • eine größere und komplexere Community planst
  • umfangreichere E-Mail- und Business-Funktionen brauchst

Skool vs. Mighty Networks

Mighty Networks kombiniert Communities, Kurse, Veranstaltungen, Abzeichen und Automatisierungen.

Der Launch-Tarif kostet aktuell 79 US-Dollar pro Monat. Der Scale-Tarif kostet 179 US-Dollar pro Monat.

Mighty Networks bietet mehr Möglichkeiten für unterschiedliche Inhalts- und Community-Strukturen. Skool ist dagegen einfacher aufgebaut und besitzt ein besonders sichtbares Punkte- und Levelsystem.

Skool vs. Podia

Podia* richtet sich stärker an den Verkauf digitaler Produkte und Online-Kurse.

Neben Kursen und Community-Funktionen bietet Podia unter anderem:

  • Website-Builder
  • Landingpages
  • E-Mail-Marketing
  • digitale Downloads
  • Coaching-Angebote
  • Webinare
  • Affiliate-Marketing

Podia ist besser geeignet, wenn du eine möglichst umfassende Verkaufsplattform suchst. Skool ist stärker, wenn Community-Aktivität, Austausch und Gamification im Mittelpunkt stehen.

Skool vs. Facebook-Gruppe

Eine Facebook-Gruppe ist zunächst kostenlos und vielen Nutzern bereits vertraut.

Für professionelle Mitgliederangebote hat Facebook jedoch einige Nachteile:

  • starke Ablenkung durch andere Inhalte
  • Abhängigkeit vom Facebook-Algorithmus
  • keine integrierte Kursstruktur
  • keine direkte Kombination aus Kursen, Levels und Mitgliedschaften
  • eingeschränkte Kontrolle über das Nutzungserlebnis

Skool ist kostenpflichtig, bietet dafür aber eine klarere und fokussiertere Umgebung.

Lohnt sich Skool?

Skool lohnt sich vor allem, wenn deine Mitglieder nicht nur Videos ansehen, sondern regelmäßig miteinander kommunizieren sollen.

Die Plattform eignet sich besonders für:

  • bezahlte Experten-Communities
  • Coaching-Programme
  • Online-Kurse mit Betreuung
  • Mastermind-Gruppen
  • Mitgliederbereiche
  • Weiterbildungsprogramme
  • kostenlose Communities als Einstieg in einen Verkaufstrichter

Weniger geeignet ist Skool, wenn du hauptsächlich einzelne Online-Kurse verkaufen möchtest und kaum Community-Austausch erwartest.

In diesem Fall können Podia*, Thrive Apprentice oder eine andere klassische Kursplattform besser zu deinem Geschäftsmodell passen.

Häufige Fragen zu Skool

Was ist Skool?

Skool ist eine Plattform für Online-Communities, Kurse, Mitgliedschaften, Veranstaltungen und Gamification. Betreiber können kostenlose oder kostenpflichtige Gruppen erstellen.

Ist Skool kostenlos?

Nein. Der günstigste Tarif für Betreiber einer Community kostet aktuell 9 US-Dollar pro Monat. Du kannst Skool jedoch 14 Tage kostenlos testen.

Die Teilnahme an einer bestehenden Skool-Community kann kostenlos oder kostenpflichtig sein. Das entscheidet der jeweilige Betreiber.

Was kostet Skool?

Der Hobby-Tarif kostet 9 US-Dollar pro Monat. Der Pro-Tarif kostet 99 US-Dollar pro Monat.

Bei jährlicher Zahlung erhältst du aktuell zwei Monate kostenlos.

Was ist der Unterschied zwischen Skool Hobby und Pro?

Beide Tarife enthalten unbegrenzt viele Mitglieder, Kurse, Videos und Live-Calls.

Der größte Unterschied liegt in den Transaktionsgebühren. Hobby berechnet 10 Prozent plus 0,30 US-Dollar. Im Pro-Tarif beginnen die Gebühren bei 2,9 Prozent plus 0,30 US-Dollar.

Pro enthält außerdem zusätzliche Integrationen und Funktionen wie Zapier, Webhooks und Webinare.

Kann ich mit Skool Online-Kurse verkaufen?

Ja. Du kannst Kurse innerhalb deiner Community bereitstellen, als Teil einer Mitgliedschaft anbieten oder gegen eine einmalige Zahlung verkaufen.

Kann ich mehrere Preise anbieten?

Ja. Skool unterstützt inzwischen Freemium-Angebote, mehrere kostenpflichtige Mitgliedsstufen, monatliche und jährliche Abonnements sowie Einmalzahlungen.

Brauche ich zusätzlich eine Website?

Nicht zwingend. Jede Skool-Gruppe verfügt über eine öffentliche About-Seite, über die sich Interessenten informieren und anmelden können.

Für professionelles Suchmaschinenmarketing, umfangreiche Inhalte, einen Blog und individuelle Landingpages ist eine zusätzliche Website jedoch empfehlenswert.

Ist Skool auf Deutsch verfügbar?

Viele deutschsprachige Communities nutzen Skool. Die Plattform und Teile der Benutzeroberfläche können jedoch weiterhin englische Bezeichnungen enthalten. Das solltest du insbesondere bei Zielgruppen berücksichtigen, die wenig Erfahrung mit englischsprachiger Software haben.

Gibt es eine Skool-App?

Skool kann über den Browser und über eine mobile App genutzt werden. Mitglieder können in der App unter anderem Communities öffnen, Inhalte ansehen, Benachrichtigungen verwalten und Mitgliedschaften verwalten.

Ist Skool DSGVO-konform?

Eine pauschale rechtliche Bewertung ist nicht möglich. Als Betreiber in Deutschland oder Österreich solltest du die aktuellen Datenschutzbedingungen, internationalen Datenübertragungen, eingesetzten Integrationen und deine eigene Datenschutzerklärung prüfen.

Wie kann ich mit Skool Geld verdienen?

Du kannst unter anderem:

  • kostenpflichtige Mitgliedschaften anbieten
  • einzelne Kurse verkaufen
  • Coaching-Programme durchführen
  • Mastermind-Gruppen betreiben
  • kostenlose Mitglieder auf Premium-Tarife umstellen
  • Mitglieder für Empfehlungen vergüten
  • neue Skool-Betreiber vermitteln

Kann ich Skool jederzeit kündigen?

Ja. Du kannst die kostenlose Testphase oder das kostenpflichtige Abonnement in den Gruppeneinstellungen kündigen. Nach Ende des bezahlten Zeitraums wird die Gruppe archiviert. Die Inhalte bleiben zunächst gespeichert und können bei einer späteren Reaktivierung wieder genutzt werden.

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Autor

Johannes Deltl faszinieren die Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz. Er ist Geschäftsführer der Beratungsfirma ACRASIO und mehrfacher Buchautor. Kontaktiere ihn hier.

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