Business in Afrika

In den Medien wird aktuell suggeriert, das nach den BRIC und den SMINT Staaten nun Afrika der Kontinent ist, in dem die großen Geschäfte gemacht werden können. Der Blick wird sich künftig verstärkt auf Afrika richten. Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, meinte bei der Präsentation einer aktuellen Trendstudie zu „Afrika 2025“:  Afrika ist schon heute ein attraktiver Markt für deutsche Unternehmen. Sie beschäftigen auf dem afrikanischen Kontinent allein 200 000 Arbeitnehmer. In Zukunft wird die Bedeutung Afrikas allerdings deutlich wachsen“. Die Wachstumsraten sind berauschend, das stimmt, wobei aber das Niveau, von dem aus gemessen wird, doch sehr gering ist. Zudem werden aktuell 40% des Geschäfts mit Südafrika gemacht, die anderen Länder haben noch deutlich Aufholbedarf. 

Ich wollte mich vor Ort davon überzeugen, wie es in Afrika wirklich ist und bin mit gemischten Gefühle und Eindrücken aus Südafrika und Uganda zurückgekommen.

Das liebe Geld

Die Beziehung zu Geld hat einen ganz anderen Stellwert als bei uns. Die meisten Afrikaner haben mehrere Jobs und überlegen ständig wie sie Geld machen können. Ein Großteil der Tätigkeiten ist der Handel mit im Ausland gefertigten waren, die interne Wertschöpfung ist extrem gering. Sehr viele landwirtschaftliche Produkte, die auch im Land vorhanden sind werden trotzdem importiert. So habe ich australischen Honig und brasilianischen Kaffee im Hotel bekommen.

Bei meinem Vortrag vor Unternehmern in Kampala, der Hauptstadt Ugandas war deutlich zu spüren, dass das Potenzial vorhanden ist. Es ist durch Korruption und die mangelnden Ressourcen nur wahnsinnig schwer etwas auf die Beine zu stellen. Auch für deutsche Unternehmen sind die 3 K´s nach wie vor ein wichtiges Hindernis: Krieg, Korruption und Krankheiten.

Das große Problem am Horizont

Fährt man durch Afrika so sieht man vor allem eines: Kinder, jede Menge Kinder. Und das ist und wird ein sehr großes Problem. Ähnlich wie Zinseszinsrechnung kann man sich das vor Augen führen was passiert wenn Frauen in ganz Afrika im Durchschnitt (!) 4,5 Kinder zur Welt bringen.

Bildquelle: DIE WELT, DWO-IP-Afrika-Bevölkerung

Fazit: Schwierig, aber nicht abzuschreiben

Unternehmen benötigen einen langen Atem, und eine fundierte Entscheidungsbasis um die nächsten Schritte in dem Kontinent zu planen. Informationen, die vor Ort erhoben werden sind daher absolut wichtig. Unsere Wachstumsprofile helfen Ihnen dabei.


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